Die Rahmenbedingungen von G8 müssen nachgebessert werden!
G8 ist die Kurzbezeichnung für den verkürzten gymnasialen Bildungsgang, bei dem das Gymnasium in 8 statt wie bisher in 9 Jahren durchlaufen wird. Als Reaktion auf die negativen Rückmeldungen und die anhaltende Kritik an G8, die nicht nur von Eltern und SchülerInnen, sondern auch von denLehrkräften geäußert wurden, sah sich das Kultusministerium im Herbst 2007 gezwungen, Korrekturen an G8 vorzunehmen.
Der KEB hat in der Diskussion mehrfach seine Haltung bekräftig und deutlich gemacht, dass er eine Verkürzung der Schulzeit auf 12 statt 13 Jahre grundsätzlich befürwortet, allerdings die derzeitige Lösung des G8 mit reiner Verkürzung in der Mittelstufe - ohne durchgehendes, schulformübergreifendes Konzept - ablehnt.
Eine weitere Problematik, auf die wir nach Frau Staatsministerin Wolff, a.D. und Herrn Staatsminister Jürgen Banzer, a.D. nunmehr auch im Mai 2009 anläßlich eines Treffens mit dem Landeselternbeirat und den Vorständen der hessischen Kreis- u. Stadtelternbeiräte Frau Staatsministerin Dorothea Henzler angesprochen haben, ist die Tatsache, dass ein G8-Schüler nach Beendigung der Mittelstufe in Klasse 9 ohne Schulabschluss ist. Grund ist ein Beschluss der Kultusministerkonferenz, auf dessen Aussage die Kultusministerin sich beruft. Demnach hat ein Schüler erst nach Beendigung der Klasse 10 den Abschluss der Mittleren Reife, mithin nach dem ersten Jahr der Oberstufe.
Hier ist dringender Handlungsbedarf geboten, zu dem wir Frau Ministerin Henzler gemeinsam ersucht haben.
Stellungnahme der Landeskammer für Psychologische Psychotherapeutinnen und- therapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten als PDF zum Download